Grundkenntnisse

Schäden an Matrizen und Stempeln oder ihre verkürzte Lebensdauer werden oft von geringfügigen Ursachen ausgelöst, die intuitiv vermieden werden müssten. Sie werden dagegen oft vernachlässigt und treten nur in den Vordergrund, wenn die Folgen spürbar werden.

In den meisten Fällen sind schon anfängliche und dann regelmäßige Überprüfungen ausreichend. Unter einer anfänglichen Überprüfung verstehen wir eine sorgfältige Reinigung der Stempelreduzierungen, Matrizenhalter, der Aufnahmen oder Revolverköpfe der Maschinen, die Entfernung von Stanzabfällen und Fremdkörpern.


Stempel

Die Stempel werden mit den modernsten Konstruktionstechniken und den fortschrittlichsten Maschinen gefertigt, um dann Wärmebehandlungen erster Qualität unterzogen zu werden; die Auswahl des Rohmaterials richtet sich nach den Anforderungen und reicht vom M2-Stahl zu leistungsfähigeren Lösungen aus dem Bereich der Pulvermetallurgie.


Abstreifer oder Gleitführungen

Hergestellt aus Stahl, der sowohl dem Verschleiß als auch stärkeren Beanspruchungen standhält, sind sie mit Toleranzen konstruiert worden, die den Stempeln und dem Revolver der Stanzmaschine Lebensdauer garantieren. Alle Führungen sind gehärtet und mit geeigneten Schmierkanälen versehen für eine unbegrenzte Lebensdauer.


Matrizen

Vollautomatisierte Produktionszyklen und Steuerungen garantieren einen Qualitätsstandard auf höchstem Niveau. Unsere Matrizen werden aus Hochleistungs-Stählen (D2) gefertigt und einer individuell anpassbaren Wärmebehandlung unterzogen. Große Aufmerksamkeit widmen wir der Analyse der Matrizengeometrien, für bestmögliche Lösungen für die Strukturspannungen, die Standzeit der Werkzeuge und um das Hochziehen der Stanzbutzen zu vermeiden.


Die Beziehung zwischen Materialdicke und Lochdurchmesser

Die Materialstärke ist nicht nur an sich wichtig, sondern auch im Verhältnis zum Durchmesser der Stanzung. Das gilt besonders, wenn der Durchmesser der Stanzlöcher sich dem Wert der Blechstärke annähert. Die herkömmliche Regel besagt, dass der Stempeldurchmesser nie kleiner sein darf als die Blechstärke.

Durch das Aufkommen der hydraulischen Stanzmaschinen konnte jedoch die Geschwindigkeit, mit der der Stempel auf das Blech trifft, leichter reguliert werden, so dass diese Regel in gewissem Maße überwunden wurde. In einigen Fällen werden – auch mit sehr großer Kraft – Löcher in Materialien gestanzt, deren Dicke größer ist als der Lochdurchmesser. Unter diesen Bedingungen entsteht in jedem Fall eine größere Beanspruchung und Verschleiß, so dass die Standzeit der Werkzeuge dementsprechend geringer ist. Aufgrund dieser starken Beanspruchungen sind Vorsichtsmaßnahmen und die Anwendung von Unfallverhütungsvorschriften notwendig. (Zum Beispiel die Inbetriebsetzung von Absperrungen und Schutzeinrichtungen.)


Abrundungen und Abschrägungen

Die Standzeit eines Stempels kann durch die Kontur des zu stanzenden Lochs stark beeinflusst werden. Geometrien, die scharfe Ecken enthalten, sind natürlich nicht so geeignet. Wo es möglich ist, sollten diese Ecken abgeschrägt oder abgerundet werden. Im Falle von quadratischen oder rechteckigen Löchern kommt eine minimale Abrundung von 0,3-0,5 mm der Standzeit des Werkzeugs spürbar zugute.


Der Bediener

Bei allen Optimierungsbemühungen bei der Konstruktion der Werkzeuge und der Maschine: Der Bediener ist und bleibt der wahrscheinlich wichtigste Faktor für die Standzeit des Stempels. Er kontrolliert direkt verschiedene Faktoren, die mit anderen Mitteln nicht erfasst werden können. Der korrekte Gebrauch einer Abkantpresse ist eine Aufgabe, die Erfahrung erfordert: Der Bediener muss vor allem mit der Maschine vertraut sein und Kenntnisse über die oben aufgezeigten Punkte und die entsprechenden Tätigkeiten haben. Wie wir bereits gesehen haben, entstehen beim Stanzen ein besonderer Druck und extrem hohe Beanspruchungen, so dass entsprechend umfassend und normgerecht für die Sicherheit von Maschine und Bediener gesorgt werden muss, ohne dabei zu versäumen, von den Richtlinien nicht berücksichtigte Maßnahmen umzusetzen, wenn diese aufgrund von besonderen Umgebungsbedingungen nötig sind.


Nützliche Tipps

  • Verwenden Sie immer das passende Matrizenspiel (Ursprung der meisten Probleme)
  • Schleifen Sie Werkzeuge mit der richtigen Regelmäßigkeit nach, da der Verschleiß exponentiell erfolgt
  • Nach dem Nachschliff des Stempels alle Schnittkanten leicht mit einem Radius von 0,15 mm abrunden und entmagnetisieren
  • Alle Komponenten der Maschine und die Werkzeuge gründlich reinigen und alle beweglichen Teile fetten bzw. schmieren
  • Schmieren Sie immer den Schneidbereich oder, als Alternative, verwenden Sie beschichtete Stempel
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Reduzierungen, die Stempelhalter und die Ausrichtungsschlüssel für die Zentrierung der Maschine auf Verschleiss. Die korrekte Zeitplanung ist fundamental für die Standzeit der Stanzwerkzeuge
  • Stanzen ist immer günstiger als Nibbeln
  • Verwenden Sie beim Nibbeln Werkzeuge, die auf die Blechstärke abgestimmt sind und führen Sie den Vorschub um mindestens 70% der langen Seite des Werkzeugs durch

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